Cinepänz - Kölner Kinderfilmfest 2004

Jakob, der Lügner

USA 1999, Regie: Peter Kassovitz, mit: Robin Williams, Alan Arkin
120 Minuten; empfohlen ab 13 Jahren

Aus der grauenhaften Zeit des Warschauer Ghettos kommt dieser mutmachende Spielfilm über Hoffnung, Lebenswillen und verzweifelter Phantasie.

1943: Im Judenghetto der Stadt Warschau steht zufällig die Tür zu einem Büro der Nazis offen. Jakob hört im Vorbeigehen die Radionachrichten, in denen vom Vormarsch der sowjetischen Truppen die Rede ist. Hoffnungsfroh erzählt er die Neuigkeit überall herum. Für die anderen Ghettobewohner ist daraufhin klar: Jakob muß ein Radio besitzen – ein Verbrechen, auf das die Deutschen die Todesstrafe gesetzt haben! Jakob steht von nun an im Mittelpunkt des Interesses. Alle wollen wissen, ob sie schon bald von den russischen Truppen befreit werden. Um sie nicht zu enttäuschen, fällt Jakob nur eine Lösung ein: Er erfindet von nun an die täglichen Nachrichten selbst. Und die Menschen im Ghetto erlangen ihre Hoffnung und ihren Lebenswillen zurück.

Dem Regisseur gelang mit diesem Film ein Zeugnis tiefer Menschlichkeit, ein Film, der das Grauen nicht ausschließt und dennoch auch unterhaltsam ist.
Der Film ist eingebunden in ein Filmseminar

Montag, 22.11., 10:00 Uhr, Northside Chorweiler
Dienstag, 23.11., 10:00 Uhr, Kulturbunker Mülheim
Donnerstag, 25.11., 10:00 Uhr, Kinder- und Jugendzentrum Glashütte

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