Cinepänz - Kölner Kinderfilmfest 2002

Warme Worte

Liebe Filmfreunde, ob große, ob kleine,

beim Kölner Kinderfilmfest schlägt's 13; da musste einfach ein einprägsamer Name her für unser Festival. Die Köpfe qualmten, die Liste möglicher Namen wurde länger und länger - dank zahlreicher Einsendungen von Kindern, für deren viele Ideen und Namensvorschläge wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. CINEPÄNZ hat nun das Rennen gemacht. Wir hoffen, der Name gefällt Euch!

Wart Ihr schon mal so richtig wütend? Stinkesauer, wutschnaubend empört? Unendlich traurig oder aber so glücklich, dass ihr die ganze Welt hättet umarmen können? Oder gehört Ihr etwa zu denen, die keine Gefühle zeigen und immer lieber schön „cool“ bleiben?
„Gefühlswelten“ heißt das Motto unseres Kinderfilmfestes in diesem Jahr. Gefühle bei sich selbst und auch bei anderen zu erspüren, ist manchmal gar nicht so einfach. Sie mit anderen zu teilen und sich darüber zu verständigen, schon gar nicht. Doch die Beschäftigung mit der Welt unserer Gefühle führt uns mittenrein ins pralle Leben, mit seinen Freuden, Sorgen und Nöten.

Die Heldinnen und Helden der 12 spannenden Filme unserer Themenreihe „Gefühlswelten“ sind manchmal traurig, unglücklich verliebt, fühlen sich nicht verstanden oder haben Angst. Aber sie entwickeln Selbstbewusstsein und finden ihren Weg. Gefühlswelten entdecken könnt Ihr in acht Bürgerhäusern und Kinder- und Jugendeinrichtungen, die bei allen Veranstaltungen, die mit einem * gekennzeichnet sind, nach den Filmen Spielaktionen für Euch vorbereitet haben.

Für das Programm mit Kölner Kinopremieren haben wir wieder neue Spielfilme aus vielen verschiedenen Ländern nach Köln geholt. Die CINEPÄNZ-Kinderjury, die wie jedes Jahr die beste Kölner Kinderfilmpremiere prämiiert, hat dieses Jahr viel zu tun: 8 Premieren sind es in diesem Jahr, in denen es - wie könnte es beim Kino anders sein - auch um starke Gefühle geht: wenn sich z.B. Boas aus Island mit dem Eskimojungen Ikingut anfreundet, wenn der Troll Rolli sich ein wenig in ein Elfenmädchen verguckt oder Jimmy in dem Film Es gibt nur einen Jimmy Grimble seine Gefühle von Angst und sein mangelndes Selbstvertrauen überwinden muss. Schenkt man den Filmen Glauben, sind Kinder ziemlich gut im Umgang mit Gefühlen. Da können auch Erwachsene einiges von lernen...

Auch im Rahmenprogramm Kinder in Aktion, in den Workshops und Seminaren taucht Ihr hinein in die Welt der Gefühle: An Schulklassen und Jugendgruppen wenden sich die Workshops „Wut im Bauch“ oder die Kinoseminare zum Thema „Liebe, Freundschaft, Erwachsenwerden“, speziell an Jungen richtet sich das Angebot „Selbstbehauptung ist ein starkes Gefühl“. Wie Gefühle im Film gemacht werden, versteht Ihr besser, wenn Ihr z.B. einen Mini-Krimi oder einen Lachclip selber produziert.

Ein besonderes Highlight bildet in diesem Jahr sicherlich eine Astrid-Lindgren-Hommage. „Erzähl mir was!“ erinnert mit szenischem Spiel, Lesung und Mitmachaktionen an die in diesem Jahr verstorbene Kinderbuchautorin. Weitere Höhepunkte sind der Besuch von Sidonie von Krosigk alias Bibi Blocksberg im Kino oder die Eisparty beim Eröffnungsfest am 23.11. im Odeon.

Über das aktuelle CINEPÄNZ-Geschehen könnt Ihr Euch wieder in unserer Online-Zeitung Kriki-online.de informieren. Die kritischen Reportagen der Krikis - der „Kritischen Kinder“ - sind für alle neugierigen Filmfans ein Wegweiser durch die Kölner Kinderfilmfest-Welt.

So, genug der Worte zum 13. KÖLNER KINDERFILMFEST. Wie in jedem Jahr bleibt nur noch, dem Filmvorführer das Startzeichen zu geben und zu sagen: „Licht aus, Film ab!“

Viel Spaß wünscht Euch das
JFC Medienzentrum Köln

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