Thema Satanismus bei des Jugendreihe SEE YOUth des Kölner Kinderfilmfests

"Der Film beruht auf einer realen Begebenheit", erklärte die Regisseurin Antje Kruska vor der Vorführung ihres Films "Wenn die Welt uns gehört". Bei Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm für ARTE über den Freitod dreier Jugendlicher in Ostdeutschland erfuhr sie so viel über die Hintergründe des Satanismus, dass sie ihre Erkenntnisse in einem Spielfilm verarbeitete. Auch im Spielfilm sind es drei Jugendliche, die sich immer tiefer in den Irrglauben an die Macht des Satans verstricken und schließlich der Ansicht sind, dass sie zu den auserwählten Kriegern des Teufels gehören, denen bald die Welt gehören wird. Empathisch und nachvollziehbar zeigt die Regisseurin den Weg der drei Protagonisten in ihre Scheinwelt auf, zeichnet ein realistisches Bild der Gefühlswelt der Jugendlichen, angesiedelt irgendwo zwischen Hoffnungslosigkeit und Sinnsuche, erzählt von dem Wunsch nach Geborgenheit in der Gruppe und dem Wissen um deren Zerbrechlichkeit.

Antje Kruska erklärte nach der Vorführung ihre Intentionen beim Filmemachen, auch ihre Betroffenheit über die Geschichte und erläuterte die dramaturgischen Überlegungen zu ihrem Film. Darstellen wollte sie auch die Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Jugendlichen. Bei ihren Recherchen zum Dokumentarfilm hatte ihr eine Mutter eines Jugendlichen erklärt: "Wenn mein Sohn zu Hause ist, ist er der mir bekannte Junge. Wenn er aber aus dem Haus geht, wird er jemand ganz anderer, den ich nicht mehr kenne. Er wird ein Fremder."

Das Bild zeigt die Regisseurin mit einem der Filmdarsteller.
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