Trickfilm - Praxis und Theorie

  • Sa, 21.11.15 10:30 Uhr, Workshop,, Bürgerhaus Kalk, Kalk-Mülheimer Str. 58, 51103 Köln, Tel: 02 21/98 76 02-0


Dieser Workshop richtet sich an Lehrer aller Jahrgangsstufen und Schulformen, die in ihrem Unterricht das Thema „Film“ fundiert aufgreifen wollen: Ergänzend zu einem inhaltlichen Theorieteil am Vormittag, wird am Nachmittag selbst ein kleiner Trickfilm hergestellt. Die hier vorgestellten Methoden können in den Unterricht übernommen werden. Folgende Inhalte sind von den Dozenten geplant:

Theorieteil am Vormittag
„Film als Tricktechnik: Wie Film und Kino unsere Wahrnehmung verändern“
mit Frau Dr. phil. Bettina Henzler / Universität Bremen
Jedes Kind macht die Erfahrung, dass es sich klein fühlt gegenüber der Welt der Erwachsenen, aber dass es auch groß sein kann gegenüber anderen Kindern, Tieren, Puppenhäusern… Jeder Film arbeitet mit dem Verhältnis von Klein und Groß: Anhand der Darstellung von Größenverhältnissen lassen sich grundlegende Aspekte des Kinos wie Projektion, Einstellung, Perspektive, Montage, Tricks vermitteln. Da das Motiv Klein/Groß an unsere Alltagserfahrung anknüpft, eignet sich die in dieser Fortbildung vorgestellte Methode besonders gut für die Arbeit mit Kindern. Ausgehend von dem Sachtrickfilm Der süße Brei (Nikolaus Hillebrand und Kyne Uhlig, 2014) wird das Verhältnis Klein/Groß an verschiedenen Filmausschnitten und Tricktechniken aus der Filmgeschichte erarbeitet.

Bettina Henzler, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik Bremen. Sie arbeitet derzeit an einem DFG-geförderten Forschungsprojekt zu „Filmästhetik und Kindheit“ und hat u.a. 2003-2012 das französische Kinder- und Jugendfilmfestival Cinéfête geleitet.

Praxisteil am Nachmittag:
„Schallplattenanimation – Experimente mit dem Zoetrop“
mit Kyne Uhlig und Nikolaus Hillebrand / niky-bilder Trickfilmwerkstatt Köln
Jeder Schüler bekommt eine Schallplatte und kann auf ihr mit einer Schablone gleichmäßig große Abteilungen abgrenzen. Auf diesen Abteilungen werden nun Ablaufsequenzen gemalt oder geformt (z.B. eine Kugel, die sich hoch und runter bewegt). Sobald ein Ablauf fertiggestellt ist, wird die Platte schrittweise in einer kompletten Drehung abgefilmt und am Rechner der so entstandene Film angeschaut. Zusätzlich wird ein Mini-Stroboskopraum aufgebaut. Hier können die Schüler ihre Animationen selbstständig und unmittelbar auf Funktionalität überprüfen.
Und so wird das Grundprinzip des Filmes erfahren: Einzelne Bilder werden vom Auge bei einer bestimmten Geschwindigkeit des Stroboskoplichtes zu einem fließenden Film umgewandelt - diese Magie verzaubert
Kyne Uhlig und Nikolaus Hillebrand betreiben die Trickfilmwerkstatt „niky-bilder“ im Kölner Süden. Seit über fünfzehn Jahren produzieren sie Realtrickfilme (u.a. für die „Sendung mit der Maus“) und geben Trickfilmworkshops für Kinder und Erwachsene.

In Kooperation mit dem Europäischen Kurzfilmfestival Unlimited
10,00€
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