Cinepänz-Preisübergabe in Gent

Zur Abschlussveranstaltung des Kinderfilmfests hatte er nicht kommen können, zu beschäftigt war der Preisträger-Regisseur mit den Dreharbeiten zu seiner Fernsehserie, die aktuell im belgischen Fernsehen läuft. Kein Problem, dachten sich die Kinder der Cinepänz-Jury. Fahren wir eben hin und bringen ihm den Preis.
Am vergangenen Samstag war es so weit. Begleitet von zwei Spinxx-Reportern, die das Ereignis in Ton und Bild festhielten, fuhr die Jury nach Gent, dem Drehort des von ihnen preisgekrönten Films „Das Labyrinth“. Regisseur Douglas Boswell wartete schon mit seinen beiden Hauptdarstellerinnen Emma Verlinden und Pommelien Thijs am Bahnhof. Und er hatte schon einen genauen Plan ausgearbeitet, was zu tun war: Gemeinsam ging es zu den Orten, an denen die Filmcrew gedreht hat.
Dabei verriet Douglas Boswell den Jury-Kindern zahlreiche Tricks über das Filmemachen, das Drehen an öffentlichen Orten, die Filmarbeit mit Tieren und er hatte etliche Anekdoten von den Dreharbeiten auf Lager. Die Jury-Kinder ließen ihre Phantasie laufen und machten viele Vorschläge für eine Fortsetzung des Films „Das Labyrinth“.
Beim gemeinsamen Essen zeigte Douglas Boswell dann den Kindern etliche „Making-Of“-Szenen von den Dreharbeiten. Schwierig war für die Darstellerinnen die Arbeit vor dem Green-Screen, einem gänzlich grün gehaltenen Studio, in dem sie ohne Hintergrund, der später künstlich hinzugefügt wurde, agieren mussten. Lustig waren die Aufnahmen vom Casting, von den Kostüm- und Schminkproben, und auch aus seiner aktuellen Fernsehserie „Kattenoog - Het Geheim van de Griezelclub“, bei der auch wieder Emma Verlinden mitspielt, hatte Douglas Boswell Ausschnitte dabei.
Am Nachmittag war es dann so weit: Am Drehort des großen Finales des Films übergaben die Jury-Kinder dem Regisseur und den Darstellern – inzwischen waren auch die Hauptdarsteller Spencer Bogaert und Felix Maesschalck dazu gestoßen – den Cinepänz-Preis. Sie lasen ihre Wertung und die Gründe vor, aus denen sie dem Film „Das Labyrinth“ den Cinepänz-Preis gegeben hatten und übergaben die Preis-Statue. Douglas Boswell freute sich sehr, dass sein Film so viel Anerkennung erhielt und hoffte, dass der Film in Zukunft auch einen deutschen Kinoverleiher finden wird, damit er auch außerhalb von Festivals zu sehen sein wird.
Nach einem langen Tag verabschiedeten sich die Jury-Kinder am Kölner Bahnhof wieder voneinander, auch etwas bedrückt, das die so interessante Arbeit in der Cinepänz-Jury nun unwideruflich ein Ende gefunden hatte. Aber es gibt ja schon einen Lichtblick für den kommenden Herbst: Das 27. Kölner Kinderfilmfest CINEPÄNZ 2016.
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