Kino und Games - Neue Entwicklungen

Mit einem geschichtlichen Abriss begann der Filmwissenschaftler Martin Bregenzer (Foto) seinen Vortrag. Die Geschichte der Computerspiele wurde kurz erläutert, dann ging es in medias res: Wie wachsen Kino und Computerspiele zusammen? Wie befruchten sie sich gegenseitig. Welche Entwicklungen gibt es, wie ist der Stand der Dinge?

Mit zahlreichen Beispielen aus den wichtigsten Games erklärte der Dozent, welche Bedeutung das Kino für Spiele hat. Er zeigt aber auch auf, wo die Grenzen der Übernahme cineastischer Darstellungen in Games liegen. Vor allem die Teile der Games, in denen die Spielhandlung weitergetrieben wird, unterliegen filmischen Gesetzen - logisch, wenn der Spieler hier nicht eingreifen kann. Bei den Stellen des Games, bei denen der Spieler aktiv wird, sind filmische Darstellungen dann nur sehr begrenzt möglich.

Auch umgekehrt beschränkt sich die Affinität des Kinos zu Games hauptsächlich auf das Zitieren von Computerspielen im Film. Filmemacher können auf die Vertrautheit des Publikums mit den Spielen bauen und so ihre Zitate entwickeln.

Für alle Kulturskeptiker hält Martin Bregenzer einen Trost bereit: "So wie das Kino nicht das Theater abgelöst hat und die Fotografie nicht die Malerei, so werden die Games nicht das Kino ablösen. Beide Kulturformen werden auch weiterhin nebeneinander bestehen."
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