Preisvergabe beim 24. Kölner Kinderfilmfest CINEPÄNZ

Die Zuschauer drängten sich in den Gängen, das Team des Odeon schleppte Stühle. Restlos ausverkauft war die Abschlussveranstaltung des 24. Kölner Kinderfilmfests CINEPÄNZ. Auf dem umfangreichen Programm stand zunächst die Uraufführung zweier Kurzfilme, die in Kooperation mit "Wir machen Film" schon im Sommer entstanden waren. Die jungen Filmemacher beantworteten dem Publikum die Fragen zu den Dreharbeiten.

Als nächstes kamen die Filmkritiker, die das Filmfestival begleitet hatten, auf die Bühne. Sie stellten die Webseite spinxx.de vor, auf der sie ihre Filmkritiken veröffentlichen.

Und dann kam der große Augenblick: Die achtköpfige Jury, Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren, vergab die CINEPÄNZ-Preise.

Der dritte Preis ging an den niederländischen Film "Alfie, der kleine Werwolf". Die Begründung der Jury lautet:
Wir haben Alfie, den kleinen Werwolf auf den dritten Platz gewählt, weil es ein wunderschöner Kinderfilm ist. In dem Film geht es um einen kleinen Jungen, der eines Morgens bei einer Familie vor der Haustür lag und der an seinem siebten Geburtstag um Mitternacht ein Werwolf wird. Den dritten Platz hat der Film verdient, weil er uns zum Lachen gebracht hat und weil wir bis zum Ende nicht wussten, wie es ausgeht und weil er die ganze Zeit spannend war.
Das Besondere an diesem Film ist, dass er uns sehr berührt hat, da wir uns in den Jungen hineinfühlen konnten: Alfie möchte unbedingt normal sein, doch niemand ist normal, denn normal sein ist langweilig.


Den zweiten Platz vergab die Jury an den französichen Zeichentrickfilm "Ernest & Celestine":
Ernest & Celestine belegt den zweiten Platz des 24. Kölner Filmfestivals CINEPÄNZ. Diese Entscheidung haben wir getroffen, weil der Film "Ernest & Celestine" es durch seine Darstellung ermöglichst, in die zwei Welten von Bären und Mäusen einzutauchen. Auch die Eigenschaftens des Bärs Ernest und der Maus Celestine verdeutlichen den Unterschied zwischen zwei Welten. Der Film erhält einen gewissen Witz durch die Tollpatschigkeit Ernests sowie der Flinkheit und der Gerissenheit Celestines.
Der Zeichentrickfilm zeigt eine Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalt trotz Kontrasten und Vorurteilen.


Und beim ersten Platz war sich die Jury einig. Der CINEPÄNZ-Preis ging an den Film "Das Geheimnis". Die Jury sagte:
Den Film "Das Geheimnis" hat die Jury des diesjährigen Kinderfilmfestivals CINEPÄNZ einstimmig auf den 1. Platz gewählt. Im Film geht es um die 16-jährige Donna, um die 14-jährige Rianne und um den 11-jährigen Plet. Die drei sind Geschwister und sie finden ihre Mutter eines Samstagsmorgens tot in der Küche vor. Da die drei nicht in verschiedenen Pflegefamilien oder ins Heim wollen, beschließen sie, den Tod ihrer Mutter zu vertuschen.
Der Film glänzt unserer Meinung nach mit seiner Schlichtheit, was in Kombination mit dem Thema "Zusammenhalt" sehr gut wirkt. Die Filmmusik hat uns besonders gut gefallen und als Zuschauer berührt.
Der Film hat den ersten Platz verdient, weil er sehr spannend und traurig zugleich ist und uns über das Schauen hinaus nachdenklich macht.


Festivalleiter Joachim Steinigeweg bedankte sich bei der Jury, die während des Festivals jeden der Wettbewerbsfilme gesehen hatte und in oft langen und anstrengenden Sitzungen ihre Meinung zu den gezeigten Filmen gefunden hat.

Ein weiteres Danke-Schön gab es für Günther Kinstler, der das CINEPÄNZ-Filmprogramm zusammengestellt hatte, so auch den Abschlussfilm "Trommelbauch" (Bild). Mit diesem Film endete ein Filmfestival, das 45 Filme in mehr als 140 Veranstaltungen gezeigt hat, an dem 7.000 junge und ältere Zuschauer teilgenommen hatten und das nach Meinung der Veranstalter aus der Kölner Kulturszene für Kinder nicht mehr wegzudenken ist.

Ein großes Danke-Schön gab es vom CINEPÄNZ-Team zum Abschluss an die Förderer, das Kulturamt der Stadt Köln sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
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