Film für sehbehinderte Kinder bei CINEPÄNZ

Das Kölner Kinderfilmfest CINEPÄNZ steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Inklusion. Die Festivalmacher haben für einige der Filme Gebärdenübersetzungen für Gehörlose organisiert. Aber auch sehbehinderte und blinde Kinder sollen nach Überzeugung der Festivalmitarbeiter am Filmfest teilnehmen. Heute war es so weit.

Im Odeon-Kino in der Südstadt trafen sich sämtliche Schüler einer Sehbehindertenschule, um ins Kino zu gehen. Auf dem Programm stand der Film "Hände weg von Mississippi" (Bild), ein Kinderfilm mit einer Altersempfehlung ab 6 Jahren und damit genau richtig für die kinounerfahrenen Kinder.

Festivalleiter Joachim Steinigeweg liess es sich nicht nehmen, persönlich den Kindern zu erklären, wie Kino funktioniert: Vorne die große Leinwand, hinten der Filmprojektor. Während des Films wird es dunkel, die hinteren Sitze sind höher als die vorderen, damit jeder einen guten Blick auf die Leinwand hat.

Und wie sollten die sehbehinderten Kindern nun der Handlung des Films folgen? Die Lösung ist ein Tonverfahren, das sich Audiodescription nennt. Das Geschehen im Bild wird von einem Sprecher auf der Tonspur erzählt. Möglichst viele Informationen über das Bild werden so in Sprache übersetzt. Jedes sehbehinderte Kind konnte so dem Film folgen.

Die Rückmeldungen der Kids nach dem Film waren deutlich: "Ein cooler Film!" Es scheint, es hat Spaß gemacht.
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