Komponist Andreas Schäfer erklärt die Arbeit eines Filmmusiker

Vor ausverkauftem Haus lief im Cinenova-Kino die CINEPÄNZ-Vorführung des Films "Tom Sawyer", der soeben in den Kölner Kinos angelaufen ist. Die Veranstaltung war eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Kölner Musikfilmfestival SoundTrack_Cologne 8.0, so dass der Schwerpunkt bei dieser Vorführung auf der Filmmusik lag. Daher hatte das Cinepänz-Organisationsteam den Filmkomponisten Andreas Schäfer eingeladen.

Fast alle Kinder waren nach der Filmvorführung im Saal geblieben und bombardierten Andreas Schäfer mit Fragen. Geduldig antwortete der Gast und erklärte den Kindern, wie er den Weg zur Filmmusik gefunden hat, wie er an die Komposition von Filmusik herangeht, wie lange er an der Musik zu "Tom Sawyer" gearbeitet hat. Über dreißig Filme hat Andreas Schäfer bislang musikalisch vertont, die Arbeit an "Tom Sawyer" hat ihm dabei besonderen Spaß gemacht. Da der Film in den amerikanischen Südstaaten spielt, sei es ihm wichtig gewesen, die dort gespielte Musik mit Banjo und Fiddle auch in den Film einzubringen.

Eine junge Zuschauerin wollte wissen, ob Andreas Schäfer nicht auch einmal überfordert mit dem Kompositionsauftrag für einen Film sei. Das sei jedesmal so, lautete die Antwort. Jeder Film sei eine neue Herausforderung für ihn als Komponisten, jedesmal liege er nachts wach und denke über die Möglichkeiten der Musikbegleitung nach. Es stecke viel Arbeit in der Musik zum Film, und erst nach langer Zeit sei er sich sicher, welche Musik passe.

Natürlich kam auch die Frage, ob Andreas Schäfer die Musik zu "Tom Sawyer" denn für gelungen halte. Als Andreas Schäfer erklärte, dass er zwar immer noch Dinge für verbesserungsfähig halte, er die Tonspur zum Film aber für recht gelungen halte, quittierten die Kinder dies mit Applaus.

Cinepänz-Chef Joachim Steinigeweg war zufrieden: "Ich freue mich, dass wir uns mit den Kindern im Rahmen der Filmbildung auch mal mit einem Teilaspekt des Filmemachens wie der Filmmusik beschäftigen konnten."
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